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Märchenbasar

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Hopps rettet Ostern

“Wann ist denn endlich Ostern?” Hopps stellte diese Frage sicher schon zum hundertsten Mal. Sie war aufgeregt, weil es das erste Osterfest ihres Lebens war. Die anderen Hasen hatten ihr schon so viel vom Eierbemalen erzählt, dass sie es kaum noch abwarten konnte, selbst zum Pinsel zu greifen.Diesmal antwortete die Mutter lächelnd: „Morgen ist es so weit! Gleich bei Sonnenaufgang holen wir die Eier und dann kann es losgehen!“Hopps machte einen vergnügten Luftsprung. Endlich würde auch sie ein richtiger Osterhase werden! Doch am nächsten Morgen, als sie die Augen aufschlug, war von den anderen Hasen nichts zu sehen. Nur Hoppeline, die Urgroßmutter, lief mit besorgter Mine von Bett zu Bett, in der Pfote ein Fieberthermometer.Mit einem Satz sprang Hopps aus den Federn. „Was ist los, Uroma?“, fragte sie erschrocken. Die alte Hasendame streichelte ihr übers Fell und sagte traurig: „Mit Eierbemalen wird es in diesem Jahr nichts! Alle sind krank! Alle außer dir und mir! Und wir beiden können es allein nicht schaffen, ganz ausgeschlossen!“Tief enttäuscht ließ Hopps die Ohren hängen. Ihr erstes Osterfest fiel ins Wasser! Sie dachte auch an alle Kinder, die nun vergeblich nach bunten Eiern suchen würden. Gab es denn wirklich keine Möglichkeit, es auch ohne die anderen Familienmitglieder zu schaffen?„Uroma, wo sind die Eier jetzt?“, fragte sie.„Im Hühnerstall! Die Hennen haben letzte Nacht eine Sonderschicht eingelegt und warten nun darauf, dass wir mit unseren Kiepen kommen und die Eier abholen.“Angestrengt dachte das Hasenmädchen nach.„Wenn ich mehrmals zum Stall liefe, könnte ich es dann nicht allein schaffen?“Die alte Häsin schüttelte den Kopf: „Nein, mein Kind, das ist viel zu schwer für dich! Du brauchtest dafür bestimmt zwei Tage, und bis dahin ist Ostern vorbei! Außerdem – wer sollte denn all die Eier bemalen?“ So schnell gab Hopps aber nicht auf. Sie zog die Stirn kraus und überlegte. Plötzlich kam ihr eine Idee.„Bin gleich wieder da! Hol schon mal die Farbtöpfe herbei, Uroma!“, rief sie, griff sich die kleinste Kiepe und sprang quer über die Wiese davon zum Hühnerstall.Ein lautes Gegacker erwartete sie. Keiner beachtete das Häschen, das versuchte, sich bemerkbar zu machen. Schließlich trommelte Hopps mit ihren Hinterläufen so lange auf den Boden, bis auch das letzte Huhn den Schnabel hielt. „Guten Morgen, liebe Hühner“, rief sie, „es ist etwas Schreckliches passiert: Alle außer mir und Uroma sind krank und können die Eier weder abholen noch bemalen. Ich brauche dringend eure Hilfe!“Die dicke Berta gackerte unwirsch: „Wie, unsere Hilfe? Ist es nicht genug, dass wir die ganze Nacht Eier gelegt haben, statt zu schlafen? Was denn sonst noch?“„Ruhe!“, fiel ihr Kunigunde, die älteste Glucke, ins Wort. „Wenn die Osterhasen Hilfe brauchen, dann sind wir zur Stelle! Hopps, du kannst mit uns rechnen! Mit den meisten von uns auf jeden Fall!“, fügte sie mit einem scharfen Blick auf Berta hinzu. Diese hatte sich aber beruhigt und gluckte nur noch leise vor sich hin.„Also, was können wir tun?“, erkundigte sich Kunigunde.Hopps reckte sich und richtete ihre langen Ohren auf, in der Hoffnung, dadurch erwachsener zu wirken. „Wenn ihr

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