Suche

Märchenbasar

Tritt ein und lass dich verzaubern

Hier dreht sich alles um die phantastische Welt der Märchen und davon bekommst du jede Menge geboten. Über 4000 klassische und sehr viele brandneue Märchen warten auf dich.

Märchenbasar-Trenner

Conall

Zur Zeit, da Irland noch in mehrere Königreiche zerfiel, lebte in einem derselben, in Erin, ein tüchtiger Pächter, der hieß Conall und hatte drei Söhne. Nun geschah es einmal, dass diese mit den Kindern des Königs in Streit geriethen. Conalls Söhne waren die stärkeren, und sie tödteten den ältesten Sohn des Königs. Der König ließ Conall holen und sprach zu ihm: »Warum haben deine Kinder die meinigen angegriffen und meinen ältesten Sohn getödtet? Was wird es aber mir nützen, wenn ich Rache an dir nehme? Ich will dir lieber einen Auftrag geben, und wenn du ihn ausführst, dann will ich das Verbrechen nicht ahnden. Du und deine Söhne, ihr müsst mir den Braunen des Königs von Lochlann bringen – gelingt Euch das, so sei deinen Söhnen das Leben geschenkt.« »Dein Wunsch, o König, ist mir immer Befehl,« sagte Conall, »wohl verlangst du Schweres von mir, aber selbst wenn es mir und meinen Söhnen ans Leben geht, will ich doch den Wunsch des Königs erfüllen.« Nach diesen Worten gieng Conall fort; traurig und bestürzt kam er heim und erzählte seiner Frau, was der König ihm aufgetragen hatte. Kummervoll hörte sie ihn an; wenn er sich jetzt von ihr trennte, so sah sie ihn vielleicht nie wieder. »Ach, Conall,« sagte sie, »warum ließest du nicht lieber den König thun, was ihm gut dünkte, anstatt sein Begehr zu erfüllen? Wer weiß, ob ich dich jemals wiedersehen werde!« Am folgenden Morgen traf Conall die nöthigen Vorbereitungen und machte sich mit seinen drei Söhnen nach Lochlann auf. Sie reisten ohne Unterlass, bis sie es erreichten. Aber als sie in Lochlann waren, da wussten sie nicht, was sie nun beginnen sollten, und der alte Mann sagte zu seinen Söhnen: »Wir wollen den Müller des Königs aufsuchen.« Als sie in das Haus des Müllers kamen, lud dieser sie ein, über Nacht bei ihm zu bleiben. Da erzählte ihm Conall, dass seine Söhne mit den königlichen Prinzen in Streit gerathen seien und den ältesten Königssohn erschlagen hätten. Und nun müsse er zur Buße den Braunen des Königs von Lochlann herbeischaffen. »Wenn du mir,« fuhr Conall fort, »den großen Gefallen erweisen und es mir ermöglichen willst, in den Besitz des Rosses zu gelangen, so will ich dich reichlich dafür bezahlen.« »Dein Vorhaben ist unsinnig,« erwiderte der Müller, »denn der König hängt so sehr an seinem Ross, dass du es unmöglich bekommen kannst, höchstens du stiehlst es. Wenn du Mittel und Wege dazu findest, von mir soll es niemand erfahren.« »Ich habe folgende Idee,« sagte Conall. »Da du täglich für den König zu thun hast, könntest du mit deinen Knechten mich und meine Söhne in vier Säcke stecken, die mit Kleie gefüllt sind.« »Der Einfall ist nicht schlecht,« meinte der Müller. Er sprach mit seinen Knechten, und die thaten Conall und seine Söhne in die Säcke. Als die Knechte des Königs um die Kleie kamen, gab man ihnen die Säcke, in denen Conall und seine Söhne steckten. Im Stalle schütteten die Knechte die Kleie vor die Pferde, schlossen die Thür

Weiterlesen »

Gefällt dir das Projekt Märchenbasar?

Dann hinterlasse doch bitte einen Eintrag in meinem Gästebuch.
Du kannst das Projekt auch mit einer kleinen Spende unterstützen.

Vielen Dank und weiterhin viel Spaß