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Märchenbasar

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Die Geschichte vom schlechten Menschen

Es war einmal ein reicher Mann, der sehr viel Vermögen besass. Er hatte ein Kind, einen Sohn, den er gross zog. Als dieser zum Jüngling herangereift war, sprach er zu seinem Vater: »Ich möchte Dich um die Erlaubnis bitten, im Lande umherzureisen, und auf meiner Reise will ich von keinem andern Menschen begleitet sein, wer es auch sei, nur ich allein und mein Pferd.« Sein Vater antwortete ihm und sprach: »Ich gebe Dir die Erlaubnis.« Danach gab ihm sein Vater viel Geld mit, das schönste Sattelzeug und einen Dolch und ein gutes Schwert. Er reiste ab und war schon viele Tage entfernt, als er eine grosse Wüste erreichte. Dieselbe sah ganz dunkel aus; es stand nur ein einziger Baum in der Mitte, sonst kein anderer. Der Durst hatte den jungen Mann unterwegs schon sehr gequält, und als er den Baum sah, schritt er darauf zu, um sein Pferd anzubinden und sich auszuruhen. Dort angekommen, stieg er vom Pferde, band es an, gürtete seine Waffen ab und legte sie beim Baume nieder. Dann schaute er gen Sonnenuntergang und entdeckte einen sehr grossen Brunnen mit Wasser; auch ein Eimer, um Wasser zu schöpfen, war dabei: den ergriff er, führte ihn zum Brunnen, um Wasser zu schöpfen und zu trinken. Als er ihn hochzog, merkte er, dass der Eimer sehr schwer war, er zog daher mit aller Kraft und sah plötzlich eine Schlange in dem Eimer. Sobald die Schlange herauskam, dankte sie ihm sehr. Ein zweites Mal brachte er den Eimer zum Brunnen, und als er ihn hochzog fand er ihn noch schwerer als das erste Mal. Er zog und bemerkte einen Löwen; auch dieser dankte ihm sehr. Zum dritten Male fand er den Eimer gleichfalls schwer; er zog und sah einen Menschen darin. Der Jüngling war ganz verwirrt und jener, welcher sich am Eimer hielt, sprach: »Wovor schreckst Du denn zurück? Zuerst hast Du ohne weiteres die Schlange herausgezogen, dann den Löwen ebenso, aber jetzt, wo Du mich siehst, sträubst Du Dich, mich herauszuziehen!« Nun zog er ihn heraus. Sobald der Mensch draussen war, schlug er plötzlich auf jenen los, welcher ihn aus dem Brunnen gezogen hatte, so dass dieser hinfiel. Dann nahm er einen Strick, fesselte ihn tüchtig und liess ihn dort liegen. Sein Pferd und sein Geld sowie alle Waffen nahm er mit, er liess ihm nichts übrig. Dann ging er weg. Die Schlange kam nun heran und sprach: »Ich würde Dich losbinden, mein Freund, aber ich habe zu viel Angst.« Sie ging fort; aber bald nachher kam der Löwe, den er aus dem Brunnen gezogen hatte, und band ihn los und sprach zu ihm: »Komm mit mir nach Hause!« Er folgte dem Löwen bis zu seiner Wohnung. Als die Jungen des Löwen den Menschen sahen, fletschten sie ihre Zähne. Ihr Vater wehrte sie jedoch ab und sprach zu ihnen: »Seid ruhig, dies ist Euer Vater.« Die Jungen des Löwen waren darauf still. Bald darauf brach der Löwe auf und begab sich nach der grossen Landstrasse, welche von den Leuten

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