Tritt ein und lass dich verzaubern
Hier dreht sich alles um die phantastische Welt der Märchen und davon bekommst du jede Menge geboten. Über 4000 klassische und sehr viele brandneue Märchen warten auf dich.
Zauberlehrling Simsa und die verzauberten Ziegen
-Fortsetzung des verlorenen Zauberstabs- Der Zauberlehrling Simsa verbrachte auch dieses Jahr wieder seine Ferien zu Hause auf dem Bauernhof seiner Eltern. Hier hielt er sich gerne auf, denn es gab viele Tiere, die er besonders mochte. Des Abends kam der Hund Bello zu ihm und legte sich zu seinen Füßen nieder. Aber auch der Kater Knurr wollte diesen Platz für sich behaupten und fauchte Bello an. Simsa amüsierte sich jedes Mal köstlich darüber. Aber der kleine Zauberer spielte nicht nur mit den Tieren, sondern half auch seinem Vater bei der Stallarbeit und auf den Feldern. Dabei hätte er beinahe vergessen, dass er in den Ferien das Zaubern üben sollte. Konnte er vielleicht an den Hühnern, Enten und Gänsen üben, die den ganzen Tag über den Hof stolzierten? Doch er wollte erst einmal mit einem größeren Tier beginnen, das sich nicht so schnell hin- und herbewegte. So holte Simsa seine Zauberfibel und das hölzerne Stöckchen aus dem Haus und ging damit in den Schweinestall. Seine erste Aufgabe sollte sein, dem Borstenvieh eine neue Farbe zu zaubern. Der Junge schlug das dicke Buch auf, suchte den passenden Spruch und hob den Zauberstab. Laut sagte Simsa den Zauber auf. Doch was war das? Nicht die Farbe des Schweins hatte sich geändert, sondern die Ziegen, die im Stall frei herumliefen, hatten eine grüne Farbe angenommen. Simsa erschrak. Wie konnte das geschehen? „Du musst auch auf den Gegenstand zeigen, den du verzaubern willst“, erklang die Stimme seines Lehrers in seinem Ohr. Genau, das war der Fehler. Er hatte nicht auf das Schwein gezeigt, sondern hatte den Zauberstab zu weit nach rechts gedreht und somit die Ziegenherde getroffen. Das musste Simsa sofort rückgängig machen. Schnell suchte er den passenden Spruch heraus. Doch die armen Tiere wurden nicht weiß, wie ihre Farbe nun mal von Natur aus war, sondern graublau. Irgendetwas machte Simsa falsch. Aber was? Angestrengt dachte der Zauberlehrling nach, ging in Gedanken die letzten Schulstunden noch einmal durch, in denen sie sich gegenseitig andere Farben angehext hatten. Plötzlich fiel ihm die Zauberformel ein und er sprach sie laut vor sich hin. Dabei deutete er auf die Ziegen. Es hatte geklappt. Mit schneeweißem Fell standen die Tiere vor ihm. Freudig hüpften sie umher und schrien: „Iah, Iah!“ Simsa bekam erneut einen riesigen Schrecken. Wie konnte das sein, dass die Ziegen Laute wie ein Esel von sich gaben? Hatte er schon wieder etwas verkehrt gemacht? Dieses Mal nahm er das Zauberbuch und ging damit in sein Zimmer. Dort wollte er in Ruhe nach dem passenden Spruch suchen, damit er wieder Ordnung unter die Tiere brachte. Als er den Stall verließ, galoppierte der Esel über den Hof und rief aufgeregt: „Mäh, mäh, mäh!“ Simsa schüttelte den Kopf. Er konnte nicht glauben, was er da hörte. Die Ziegen riefen „Iah“ im Inneren des Stalles und der Esel hatte deren Sprache übernommen. Das durfte nicht sein! Bevor seine Eltern und Großeltern von diesem Unglück erfuhren, musste es Simsa schaffen, wieder Ordnung in die Sprache der Tiere zu bringen. Indessen waren