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Märchenbasar

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Märchenbasar-Trenner

Zauberturban, Zauberknute, Zauberteppich

Wo es war und wo es nicht war, es gab einmal zwei Brüder. Ihre Eltern waren gestorben und die Brüder teilten das Erbe untereinander auf. Der Ältere richtete sich einen Kramladen ein; der Jüngere aber, der nicht ganz bei Trost war, ergab sich der Schwelgerei. Er trieb dies so lange, bis er eines Tages kein Geld mehr hatte. Er ging nun zu seinem Bruder hin, bat ihn um einige Para-stücke, und als er auch diese verzehrt hatte, ging er wieder zu seinem Bruder. Dies tat er so lange, bis er endlich dem Älteren zur Last ward, der sich von ihm auf keine andere Weise befreien konnte, als dass er sein Hab und Gut zu Geld machte und ein Schiff bestieg um nach Egypten auszuwandern. Der Jüngere bekam aber Wind von der Sache und bevor noch das Schiff abfuhr, schlich er sich hinein und verkroch sich, damit man ihn nicht bemerke. Der Ältere hingegen fürchtete sich, dass wenn er seine Absicht erfahre, er ihm nachfolge, und zeigte sich desshalb nicht auf dem Verdeck. Aber kaum hatte man die Segel gespannt, als beide zum Vorschein kamen und so der Jüngere dem Älteren wieder am Halse war. Der Ältere ärgerte sich darüber genug, aber vergebens; das Schiff trug sie bis nach Egypten. Dort sagte der Ältere seinem Bruder: »Bleibe du nur hier; ich suche uns zwei Maultiere, damit wir weiter reisen können.« Der Junge setzte sich am Ufer nieder und wartete auf die Rückkehr seines Bruders, aber – vergeblich. »Ich werde ihn aufsuchen,« dachte er bei sich und machte sich also auf den Weg nach seinem Bruder. Er ging und ging, machte kleine, machte grosse Schritte, sechs Monate lang ging er auf einer Wiese; einmal aber blickte er nach rückwärts und sah, dass er einen gar kurzen Weg zurückgelegt habe. Er machte also grössere Schritte, ging ein halbes Jahr vorwärts, pflückte Veilchen und als er auf diese Weise vorwärts schritt, gelangte er an den Fuss eines Berges. Drei Bürschlein zankten sich dort herum. Er sah ihnen als vierter zu und fragte sie, weshalb sie sich herumraufen. »Wir sind die Kinder eines Vaters,« sprach der Älteste; »er starb unlängst und hinterliess uns als Erbe einen Turban, eine Knute und einen Gebetteppich. Wer sich diesen Turban auf’s Haupt setzt, den erblickt kein Auge. Wer sich auf den Teppich setzt und mit der Knute knallt, der fliegt wie ein Vogel davon. Wem aber der Turban, wem die Knute, wem der Teppich gehören soll, dass ist unser ewiger Hader!« »Alle drei Dinge soll einer besitzen!« riefen sie alle. »Mir, dem ältesten gehören sie!« – »Nein; mir, dem mittleren gebüren sie!« – »Mir, dem jüngsten sollen sie angehören!« Mit Reden und mit Stöcken bearbeiteten sie sich, so dass der Junge sie kaum auseinander bringen konnte. »Nicht also!« meinte der Bursche; »ich werde aus einem Hölzchen einen Pfeil schnitzen und denselben abschiessen. Ihr läuft ihm nach und wer denselben am schnellsten hieher zurückbringt, dem sollen alle drei Dinge gehören!« Der Pfeil fliegt ab, es laufen die drei Brüder, der

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