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Märchenbasar

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Schmierbock

Es war einmal eine Frau, die hatte einen kleinen Knaben, der war so dick und so fett und mochte immer so gern gute Bissen, und darum nannte die Mutter ihn Schmierbock; auch hatte sie einen kleinen allerliebsten Hund, welchen sie Goldzahn nannte. Nun stand die Frau einmal beim Backtrog und backte Brod; da fing der Hund plötzlich an zu bellen. »Lauf mal hinaus, Schmierbock«, sagte die Frau: »und sieh zu, wonach Goldzahn so bellt.« Da lief der Knabe hinaus, kam wieder herein und sagte: »Na, Gott steh uns bei! da kommt ein großes, langes Trollweib her mit dem Kopf unter dem Arm und einem Sack auf dem Rücken.« – »Kriech unter den Backtrog und versteck Dich!« sagte seine Mutter. Nun kam das Trollweib an. »Guten Tag!« sagte sie. »Schönen Dank!« sagte die Mutter von Schmierbock. »Ist Schmierbock nicht zu Hause?« fragte das Weib. »Nein, er ist mit seinem Vater im Holz und fängt Waldhühner«, versetzte die Frau. »Das wär‘ der Troll!« sagte das Weib: »ich hab‘ ein kleines silbernes Messer, das wollt‘ ich ihm gern schenken.« »Pip! pip! hier bin ich!« sagte Schmierbock unter dem Backtrog und kroch hervor. »Ich bin so alt und bin schon so steif im Rücken«, sagte das Trollweib: »Du mußt in den Sack kriechen und es Dir selbst holen.« Wie nun Schmierbock in den Sack gekrochen war, schwang das Weib ihn auf den Rücken und ging damit fort. Als sie aber ein Ende gegangen war, wurde sie müde und fragte: »Wie weit ist es noch bis zur Schlafstelle?« – »Ein Halbviertel Weges«, antwortete Schmierbock. Da setzte das Weib den Sack am Wege nieder, strich durch’s Unterholz und legte sich schlafen. Nun benutzte Schmierbock die Gelegenheit, nahm sein Messer, schnitt damit ein Loch in den Sack und kroch heraus; dann legte er eine große Kienwurzel an die Stelle und lief wieder nach Hause zu seiner Mutter. Als nun das Trollweib in ihrer Wohnung ankam und sah, Was sie im Sack hatte, da wurde sie so böse, daß es gar nicht zu sagen ist. Tages darauf stand die Frau abermals beim Trog und backte Brod; da begann der Hund plötzlich wieder zu bellen. »Lauf mal hinaus, Schmierbock«, sagte die Frau: »und sieh zu, wonach Goldzahn so bellt.« – »Nun seh mal Einer das abscheuliche Biest!« sagte Schmierbock: »da kommt sie wieder mit dem Kopf unter dem Arm und einem großen Sack auf dem Rücken.« – »Kriech unter den Backtrog und versteck Dich!« sagte seine Mutter. Nun kam das Trollweib an. »Guten Tag!« sagte sie: »ist Schmierbock nicht zu Hause?« – »Ei, was wollt‘ er zu Hause sein!« sagte die Frau: »er ist mit seinem Vater im Holz und fängt Waldhühner.« – »Das wär‘ der Troll!« sagte das Weib: »ich hab‘ ihm sonst eine schöne silberne Gabel mitgebracht, die wollt‘ ich ihm schenken.« »Pip! pip! hier bin ich!« sagte Schmierbock und kroch hervor. »Ich bin so steif im Rücken«, sagte das Trollweib: »Du mußt selbst in den Sack kriechen und sie Dir holen.« Als nun Schmierbock in den

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